Besuch aus der Ukraine
In den vergangenen Wochen hatten wir erneut Besuch von einer Gruppe von 30 ukrainischen Kindern und Jugendlichen und ihren Betreuerinnen von dem ukrainischen Verein Association of Defenders‘ Families of Pryirpinnya, die drei Wochen in unseren Unterkünften untergebracht waren, um sich hier von den Erlebnissen im Krieg zu erholen. Diese Fahrt wurde durch die erfolgreiche Zusammenarbeit von dem ukrainischen Verein, dem Förderverein für soziale Arbeit Osteuropa e.V., dem Kinderschutzbund Ortsverband Heiligenhafen e.V. und uns ermöglicht.

Dank einer großzügigen Sachspende von JYSK im Wert von ca. 15.000 €, bestehend aus Betten, Kissen und Decken, konnten wir all unseren Gästen einen Schlafplatz anbieten. Zusätzlich erhielt jeder Gast eine Dekopflanze zur Erinnerung. An der offiziellen Übergabe mit anschließender Besichtigung der Unterkunft nahmen die Entscheidungs- und Verantwortungsträger*innen von JYSK Madita Lepomäki, Christoph Hein und Thomas Palenga und die Organisator*innen der Ferienfreizeit Laila Breis (Leitung Integrationsstelle), Matthias Thoms (Bereichsleitung) und Martin Liegmann (Geschäftsführer DKSB OV Heiligenhafen und Vereinsmitglied des Fördervereins für soziale Arbeit in Osteuropa) teil.
JYSK Vertriebsleiter Christoph Hein betonte hierbei, wie wichtig es sei, den ukrainischen Kindern zu helfen und freut sich mit seinem Unternehmen einen Teil dazu beitragen zu können. Dies sei ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur von JYSK. Und auch die Organisator*innen der Fahrt sind sich einig: diese Spende ist von großer Bedeutung und ermöglicht unseren Gästen erholsame Nächte.
Wir möchten uns zudem bei unserer Tochterorganisation, der BQOH bedanken, die tatkräftig bei dem Auf- und Abbau der Möbel innerhalb der Unterkünfte unterstützt hat. Dem Kiwanis Club Ostholstein danken wir herzlich für eine Geldspende und die tolle Organisation des Ausfluges zu dem Alpakahof. Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein hat diesen Besuch mit einer Projektspende unterstützt – auch hierfür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ohne die Unterstützung unserer Partner*innen wäre die Umsetzung solch einer Fahrt nicht möglich.
Auf unsere Gäste wartete innerhalb der drei Wochen ein abwechslungsreiches Programm. Gleich zu Beginn ihres Besuches durften wir ihnen einen im letzten Jahr geäußerten Wunsch erfüllen und Ihnen einen Mercedes Bus, der u.a. dem Transport verletzter Soldat*innen dient, übergeben. Ein weiteres Highlight war der Besuch im Kreistagsgebäude in Eutin. Kreispräsidentin Petra Kirner empfing ihre Gäste liebevoll und tauschte sich mit ihnen über ihren Alltag im Kriegsgebiet aus, was alle sichtlich berührte. Anschließend gab es eine Führung durch das Gebäude und es wurde ein Scheck im Wert von 500€ für Aktivitäten innerhalb des Kreises überreicht. Hierfür zeigten die Ukrainer*innen sich sehr dankbar und finanzierten damit u.a. einen Besuch in den Hansapark.
Weitere Programmpunkte beinhalteten u.a. ein gemeinsames Grillen, einen Besuch umliegender Städte, des Hansaparks, Zoos oder einer Alpakafarm. Außerdem gab es ein gemeinsames Eisessen mit der DKSB OH Geschäftsführerin Kerstin Olschowsky.
Während der Fahrt hatten die Kinder- und Jugendlichen außerdem die Aufgabe, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen aus dem interkulturellen Bildungs- und Begegnungszentrum ein Theater und Filmprojekt über ihre Zeit hier in Ostholstein umzusetzen. Hierbei konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und neue Freundschaften knüpfen. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei dem Dolmetscher Walter Reese für seinen großartigen Einsatz bedanken.
Die Organisatorin der Fahrt, Laila Breis, hebt die Bedeutung dieser Fahrt hervor und betont: „Diese Ferienfreizeit war so viel mehr als nur ein gemeinsamer Urlaub. Für die Kinder, die ihre Väter durch den Krieg verloren haben, war sie ein Ort, an dem sie für einen Moment den Alltag hinter sich lassen und einfach wieder Kinder sein durften – lachen, spielen, Freundschaften schließen und unbeschwerte Augenblicke erleben. Dieses Projekt von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleiten zu dürfen, hat mich tief bewegt. Besonders berührend war zu sehen, wie die Kinder im Laufe der Tage immer mehr Vertrauen fassten, neue Freude fanden und wieder unbeschwerte Momente erleben konnten. Diese Begegnungen werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Mein herzlicher Dank gilt allen Vereinen, Organisationen und Unterstützenden, die mit ihrem Engagement, ihrer Zeit und ihrer Hilfe dazu beigetragen haben, den Kindern diese besondere Woche zu ermöglichen.“
Der Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein hat sich sehr über den Besuch der Gruppe gefreut und ist dankbar dafür, dass die Gruppe hier etwas Ablenkung finden und sich bestmöglich erholen konnte und hofft nun auf ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine.
